Steckdipol, die günstige Lösung !

In meinem Artikeln über die Outdooraktivitäten, die an zahlreichen Stellen im Internet zu finden sind, habe ich so viel vom “Steckdipol” erzählt, das ich ihn hier auch gleich vorstellen möchte. Im Prinzip kann man ihn sich für so viele Bänder und Frequenzen wie man möchte bauen. Ich habe bei der Berechnung immer die jeweiligen CW Bandsegmente zugrunde gelegt. Wer das nicht möchte, der kann auch SSB Bandmitten oder auch die Frequenzen der Digimode Bereiche wählen. Wie auch immer….

Der Steckdipol ist eine Multibandantenne, die auf jedem Band an einer Stelle (Berechnet) in Resonanz ist. Man benötigt dort keinen Antennentuner mehr !! Sie stellt auf jedem Band einen Fullsize Dipol dar.

Man sollte sich aber keines Falls auf die Berechnung allein verlassen. Das ist nur ein ziemlich genauer Richtwert. Die Praxis sieht meistens anders aus. Ich habe meine Drahtlängen grob vorgeschnitten und bin dann nach draußen gegangen und habe meinen Steckdipol Band für Band am aufgestellten GFK Mast vermessen. Dabei habe ich mich eines Antennenanalyser bedient. Ein SWR Meter erfüllt aber den gleichen Zweck. Angefangen mit dem ersten Band (das 6m Band) habe ich mich dann bis zum Ende (das 30m band) durchgemessen. Dabei habe ich immer nur ein bischen von meinen, mit Absicht zu lang gelassenen, Drahtenden abgeschnitten.

Bei der Berechnung der einzelnen Drahtelemente bin ich wie folgt vorgegangen. Zuerst habe ich den Draht für 6m ca. 1,60m abgelängt. Für das 10m Element habe ich der Gesamtlänge (2,54m) das 6m Element (1,4m) abgezogen und 20 cm zugegeben…. und immer so weiter bis zum 30m Element. Im nachhinein geht es bestimmt auch einfacher, aber ich habe es so gemacht !

Die Trennstellen habe ich, wie es auf den Bild gut zu sehen ist mit einer Gummidichtung, 2 Kabelbindern, etwas Schrumpfschlauch (für die Optik) und 2,5mm Goldsteckern realisiert. Die Goldstecker bekommt man im 10er Pack sehr kostengünstig in der Bucht für ca. 4 Euro. Wer keine Gummidichtungen vorrätig hat, der kann sich auch kleine Ringe von einem Gartenschlauch abschneiden. Das hält auch sehr gut.

Die Einspeisung habe ich mit einer BNC Einbaubuchse, der Kappe einer PG Kabeldurchführung und etwas Heißkleber gebastelt. Die Buchse wird mit ihrer Kontermutter fest mit der Kappe verschraubt. Nachdem die Dipolenden angelötet sind und die Halteschlaufe eingeführt ist, kann die Kappe mit Heißkleber verfüllt werden. Das macht sie nicht nur haltbarer, sondern auch wasserdicht.

(Die fertige Antenne wiegt bei mir 92 Gramm)

Zuerst wird der Draht für das 6m Eingemessen. Dann wird die Trennstelle eingerichtet und der Draht für das 10m Band eingesteckt. Dann wird der 6m- und der 10m Draht gemeinsam auf die 10m Frequenz eingemessen. Als nächstes wieder die Trennstelle einrichten und das nächste Drahtende einstecken und immer so weiter…… Das ist ein sehr aufwendiger und zeitraubender Prozess. Aber wenn man das durch hat, dann hat man eine ganz feine und leistungsstartke Portabelantenne.

Mit dieser Antenne hat man eine extrem kostengünstige aber hocheffektive Portabelantenne am Tranceiver. Sie ist auf allen Bändern, jeweils in einem bestimmten Bereich, resonant, sodas kein Tuner mehr benötigt wird. Ich habe mit dieser Antenne und 5 Watt Sendeleistung (CW), aus Braunschweig auf 21,035 MHz, bereits Japan gearbeitet.

Zuerst werden alle Trennstellen geschlossen. Wenn ich zB. auf dem 20m Band Betrieb machen möchte, dann wird die Trennstelle am Ende des 20m Drahtsegments geöffnet. Es wird also immer jeweils nur die Trennstelle hinter dem jeweiligen Drahtsegments geöffnet, für das band auf dem ich Betrieb machen möchte.

Der Steckdipol ist bis zum 30m Band bereits 14m in der Gesamtausdehnung. Man könnte jetzt noch ein 40m und/oder ein 80m Segment einpflegen. das wird dann aber ziemlich lang. Ich habe mich für 40m für ein optional einsteckbares 40m Segment entschieden. Darüber hinaus habe ich noch einen 40m- und einen 80m Fullsizedipol.

Ich wickel meine Antennen immer auf diese schönen Drachenschnur Rollen auf. Damit lassen sie sich nicht nur gut transportieren, sondern auch astrein ab- und wieder aufrollen. Das Gewicht dieser Antenne ist mit 92 Gramm bemerkenswert klein.

73, de Peter – DL4ABB

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