Antennentest: GP, Link Endfed, Steckdipol

Moin,

heute (10. Juni 2018) bin ich schon früh aufgebrochen, um ein paar meiner Antennen auszuprobieren, die ich in den letzten Wochen gebaut und hier auch vorgestellt hatte.

Das Wetter war schön, die Luft klar und es wehte kaum ein Wind. Beste Voraussetzuingen also. Ich wollte die Groundplane (10m Strahler, 3x 10m Radials), den regelbaren Link Endfedtuner mit 20m Strahlerdrat, unterbrochen duch Trennstellen und den kleinen SOTA Steckdipol (10, 15, 20, 30, 40m) testen. Dazu bin ich an meine Stelle vor den Toren Braunschweigs gefahren und habe einen 10m MiniMast und einen 7m Portabelmast mitgenommen, sowie den FT-817 und den Automatic Tuner T1 von Elecraft.

Zuerst habe ich die Grounmdplane aufgebaut. Das ging richtig fix muß ich sagen. Einfach den Strahlerdraht an der Mastspitze eingehängt und hoch das Ding. Das Ende des Strahlers reichte genau bis zum Boden, wo ich dann die 3 Radials ausbreitete und diese mit kleinen Erdspießen fixierte. Diese Antenne ist der Knaller !! Sie funktioniert genau wie vorhergesagt. Mit dem Elecraft T1 Automatic Tuner ist sie Ruckizucke von 10 – 60m auf 1:1 abstimmbar. Auf 80m hat sich der Tuner sehr gequält, konnte die Antenne aber noch auf ein zufriedenstellendesd 1:2 bringen. So kam es auf 80m auch nur zu ein paar wenigen QSO´s innerhalb DL. Aud 15m und 40m ist die Antenne sogar ohne Tuner in absoluter Resonanz. Sie produziert ein äußerst ruhiges Bandrauschen und läßt selbst schwache Signale brilliant erklingen. Sendebetrieb mit guten Werten nach Island, Croatien, Russland, Spanien, Norwegen, und USA. Diese Antenne kann ich absolut empfehlen. Sie ist klein, absolut Leistungsstark und DX tauglich.

Danach kam die regelbare Link Endfed an die Reihe. Sie hat einen eingebauten Leistungsindikator, der ausgehende Sendeleistung anzeigen soll. Um es gleich vorweg zu nehmen… Ich bin auf der einen Seite ziemlich enttäuscht von der Antenne, aber auf der anderen Seite auch wieder ziemlich begeistert. Wie kommt das? Ist ganz einfach. Die Antenne funktioniert bei mir nicht wie vorhergesagt. Nun habe ich auch auf meinem Kern ein paar mehr Windungen als ursprünglich vorgesehen. Von 10-30m ist meine Ausführung dieser Antenne schlechtweg Mist. Sie ist nicht abstimmbar (auch nicht mit dem Radial) und es wird auch keine ausgehende Sendeleistung angezeigt. Völlig überwältigt dagegen bin ich vom Verhalten im Bereich 40 – 160 (!!!) m. Auf allen 4 Bändern (40, 60, 80, 160m) kann die Antenne mit dem Drehkondensatur in Resonanz gebracht werden UND es wird tatsächlich Leistung abgestrhlt. Auf den Bänder 80 und 160m habe ich zusätz lich das mobile Bandmaßradial angeschlossen. Es ist ein 20m langes Metallbandmaß mit einem Bananenstecker. Sogar auf 160m konnte ich, obwohl die Sonne bereits aufgegangen war, noch ein QSO mit PA führen. Auf 40m ließ ein dicker Kontest und auf 80m konnte ich die ganzen DL Runden laut und KLar hören. Auf 80m wurde I, HB, SM, F und OH in CW erreicht. Das finde ich persönlich ziemlich beeindruckend. Ich hatte aber den Eindruck, das ich ein leichtes prasseln im Bandrauschen vernehmen konnte, das ich bei der GP Antenne absolut nicht gehört habe. Wahrscheinlich verhält sie sich nicht ganz so ruhig. Ich werde den Endfedtuner nicht verändern. Allerdings tausche ich den durch die Trennstellen unterbrochenen Strahlerdraht gegen einen durchgehenden aus.

Zum Schluß stand dann noch mein SOTA Steckdipol auf dem Programm. Nun ja, so ein Steckdipol ist eben ein Dipol und sollte auf allen bemessenen Bändern an einer Stelle Resonant sein. Ich habe diesen für 10, 15, 20, 30 und 40m bemessen. 10, 15 und 40m sind OK, an den anderen Bändern muß ich noch etwas nachfeilen. Diese Steckdipole sind schon eine feine Sache. Allerdings haben sie den Nachteil, das sie eben nur an einer Stelle des jeweiligen Bandes in Resonanz sind. Ein Bandwechsel ist mit einem kurzen Einfahren des Mastes verbunden. Ich habe den Steckdipol heute morgen an meinen 7m Portabelmast gehängt, weil ich den mitnehme, wen ich zu Fuß unterwegs bin. Auf dem Fahrrad kann ich den 10m Minimast mitnehmen.

73, de Peter – DL4ABB

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